ÜBER KARATE

Ziel

Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters der Kämpfer. 
 

Ziele und Philosophie

Das Budokan setzt sich ein für eine von der Achtung vor der Würde des Menschen getragene sportliche Lebensführung, mit dem Ziel der körperlichen und geistigen Gesunderhaltung.

Das Budokan widmet sich der Pflege und Förderung von Karate, in der Hauptstilrichtung Shotokan. Ziel des Karate ist es, in der körperlichen und geistigen Auseinandersetzung mit dieser Kampfkunst, unter Achtung des sportlichen Gegners, die Persönlichkeit zu entfalten. Das Budokan ist an keine Karate-Stilrichtung gebunden.

 

Die von der Europäischen Karate Union (EKU) und der World Karate Federation (WKF)zusammengefassten Stilrichtungen sind Shotokan, Wado-Ryu, Goju-Ryu und Shito-Ryu. Vordergründig wird im Budokan-Gross-Gerau e.V. Shotokan-Karate trainiert. Die Namensgebung Budokan soll jedoch die Offenheit gegenüber allen Kampfkünsten widerspiegeln und den Weg für ein ganzheitliches Training ebnen.

Warum Karate?

Bewegung trainiert nicht nur den Körper, sondern stimuliert auch das Gehirn. Das belegen neueste Forschungsergebnisse und geben uns damit einen Schlüssel gegen frühzeitiges Altern in die Hand. Doch was ist die optimale Bewegung, um beides zu trainieren? 

Reichen Joggen, Schwimmen oder Radfahren aus? Genügt es, weitgehend automatisierte Abläufe vorzunehmen? Nach Ansicht der Wissenschaftler ist es wertvoller, die sogenannte Überkreuzkoordination zu trainieren, wenn also rechte und linke Gehirnhälfte gleichzeitig die Motorik ihrer gegenüberliegenden Körperhälften einsetzen. Im Karate passiert das z.B. immer dann, wenn man mit einem Arm abwehrt oder angreift und gleichzeitig den anderen Arm zur Hüfte zurückzieht. Aber nicht nur das hebt Karate von anderer Bewegung ab. Viele andere Dinge, die man in geistige und körperliche Eigenschaften unterteilen kann, werden mittrainiert:

 

Geistige Eigenschaften:

  • die Orientierung im Raum (aufgrund der Drehungen)
  • die Aufmerksamkeit (bei der Arbeit mit dem Partner)
  • das Gedächtnis (bei der Kata-Erlernung)
  • Gelassenheit
  • Lockerheit
  • Entspannung
  • Selbstsicherheit

 

Körperliche Eigenschaften:

  • Flexibilität
  • Kraft
  • Ausdauer
  • Schnelligkeit
  • Koordination
  • bewusste Atmung

Erwachsenen gehen diese Faktoren häufig im Laufe ihres Lebens, sofern sie überhaupt in der Kindheit entwickelt wurden, verloren. Eine Aufnahme des Karatetrainings kann das revidieren, wenn es unter Beachtung des Alters und des körperlichen Anfangszustandes sowie gesundheitsorientiert unter Anleitung eines erfahrenen Karatelehrers geschieht. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Späteinsteiger ihre Defizite abbauen und nach einiger Zeit erheblich weniger Mühe mit der Erlernung neuer Bewegungsabläufe haben. Auch im Alltag bewegen sie sich freier, sind aufnahmebereiter und stehen positiver im Leben.

Manfred Henkel 5. Dan

 

Was ist Karate Do / Shotokan Karate?

Karate Do / Shotokan Karate (jap. leere Hand bzw. ohne Waffen in den Händen) ist eine Kampfkunst,deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt,wo einheimische Traditionen mit chinesischen und japanischen Einflüssen verschmolzen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand sie ihren Weg nach Japan und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dort über die ganze Welt verbreitet. Inhaltlich wird Karate durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor allem Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfeger. Hebel und Würfe werden manchmal ebenfalls gelehrt, selten werden auch Würgegriffe und Nervenpunkttechniken und die Anwendung von Techniken unter Zuhilfenahme von Kobudowaffen geübt. 

Recht hoher Wert wird meistens auf die körperliche Konditionierung gelegt, die heutzutage insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und aerobische Belastbarkeit zum Ziel hat. Die eigentliche Abhärtung der Gliedmaßen mit dem Ziel des Bruchtests (jap. Tamashiwari), also des aus Film und Fernsehen bekannten Zerschlagens von Brettern oder Ziegeln, ist heute weniger populär,wird aber von Einzelnen immer noch enthusiastisch betrieben. 

Der traditionellen Etikette (Reishiki) kommt je nach den Gepflogenheiten des Dojo mehr oder weniger Bedeutung zu, obwohl ein Mindestmaß fast immer beachtet wird. Das moderne Karate-Training ist häufig eher sportlich orientiert. Das heißt, dass dem Wettkampf eine große Bedeutung zukommt. Dadurch leidet unter Umständen auch die Vermittlung effektiver Selbstverteidigungstechniken,die durchaus zum Karate gehören.

Der psyschologische Aspekt

GelehrsamkeitDie körperliche Auseinandersetzung mit einem Partner/einer Partnerin ist im Karate kein Merkmal dafür, den anderen im Training oder im Turnier besiegen oder unterwerfen oder gar zu einem von ihm nicht gewollten Verhalten zwingen zu wollen. Sie ist ein unerlässlicher Bestandteil für die Überprüfung des bisher Erlernten, um sie mit der gebotenen Disziplin beherrschen zu können.

 

Die 26 Shotokan Katas

Hier werden die 26 Shotokan Katas vom SKIF Chief Instructor Kancho Kanazawa geszeigt

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